Mangalia im Südosten Rumäniens liegt im Kreis Constanța, ist das antike Callatis (andere historische Namen) und ein weiterer beliebter Badeort am Schwarzen Meer. Dem Ort selbst gehören mehrere Sommerbadeorte an: Cap Aurora, Jupiter, Neptun, Olimp, Saturn und Venus. Constanța liegt ca. 40 Kilometer entfernt davon. Auch hier verlinkte ich die relevanten Ortsnamen wieder mit der Karte.
Im Sommer erheitert Mangalia durch eine angenehme Meeresbrise. Die natürlichen Heilelemente des Meeres entfalten ihre Wirkung, das Lüftchen ist chloriert, sulfoniert, natrium-, magnesiumhaltig und hypotonisch (Mineralisierung 15,5 g). Des weiteren existieren Schwefel-, Natrium-, Kalk-, Chlorid-haltige und dekarbonisierte sowie mesothermale (21-28 °C) Mineralquellen in Mangalia. Das Ressort verfügt über einen ausgedehnten feinsandigen Strand, hohe Ufer und ein einzigartiges Mikroklima.
Sehenswürdigkeiten
Veranstaltungsort von Events & Sommerfestivals: Besonders das Callatis-Festival;
Skythisches Grab mit Papyrus in griechischer Sprache
Ich möchte Sie ab da inspirieren, hierzu selbst zu recherchieren; Zitadelle von Callatis
Türkische Esmahan-Sultan-Moschee
Archäologisches Museum mit Amphoren und Skulpturen
Mangalia Marina.
Einige Sommerbäder in Mangalia
Neptun
Das Neptun Ressort verfügt über eine reiche Vegetation, einen Wald am Ufer des Meeres. Zu Neptun gehören viele Freizeiteinrichtungen, wie Freiluftkino, Sommertheater, Basar, Sportplätze, Minigolf, ein Vergnügungspark, Wassersport und viele Restaurants. Bekannt ist der Strand La Steaguri.
Olimp
Der Kurort wurde vor allem wegen der Heliomarin-Kuren, zur Behandlung rheumatischer, gynäkologischer, posttraumatischer, endokriner, Atemwegs- und dermatologischer Erkrankungen errichtet. Etliche Ausländer waren gekommen, das Ressort galt als Luxus und war entsprechend teuer. Heutzutage hat sich das Preisniveau normalisiert. Von seiner Klippe aus sieht man ein wunderbares Panorama auf das Schwarze Meer.
Saturn
Saturn verfügt über zwei bedeutende Strände; den Adras-Strand im nördlichen Teil des Resorts und nahe des Venus-Resorts sowie den Diana-Strand im Süden, nahe der Stadt Mangalia Im Winter ist das Resort bis auf mehrere Sicherheitskräfte und einem Wartungspersonal menschenleer.
Mamaia gehört zu Constanța und liegt im Norden der Stadt. Diesen klassischen Sommerferienort siedeln nur wenige dauerhafte Einwohner an. Der beachtlich lange Strand mit einer Breite von bis zu 250 Metern zieht den Sommer über viele Menschen an. Entlang seiner Straße befinden sich zahlreiche Geschäfte, Restaurants, Cafés, Clubs und Diskotheken.
Mamaia wurde erst nach 1906 mit Pavillons versehen, welche den direkten Zugang zum Meer erlauben. Damit begann auch die „Verlegung der Meeresbäder». Mittels einer Eisenbahnlinie aus Constanța wurde schliesslich die ganze Ferienanlage erschlossen. Unmittelbar nach dem Ende des Ersten Weltkriegs entwickelte sich der Kurort durch dem Bau der Sommerresidenz der königlichen Familie noch weiter.
1935 wurde das dritte Mal das Casino aufgebaut, es folgten Hotels, doch so richtig begann der Bauboom erst 1957. In den achtziger Jahren wurde nochmals in den Tourismus investiert, Gäste aus dem “Westen” wurden hierfür besonders angeworben. Georges Marchais, der Chef der französischen Kommunisten kam gern zu Gast.
Insgesamt vermag das Ressort 30000 Touristen gleichzeitig in mehr als 60 Hotels bis zu 5 Sternen unterzubringen. Hinsichtlich der Nutzung des Strandes erweist sich als idealster Zeitraum jener ab Mitte Mai bis Ende September. Denn die Durchschnittstemperaturen überschreiten dann 25 Grad Celsius, und das Wasser ist bis zu Beginn des Spätherbstes warm.
Mamaia RessortMamaia Strandschirme
Sehenswürdigkeiten
Die Hauptattraktionen von Mamaia sind das Feriendorf Satul de Vacanta und der darin liegende Vergnügungspark „Aqua Magic“. Von Mai bis Oktober sendet ein Radio in fünf Sprachen (Rumänisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Russisch) zum Strandleben. Jedes Jahr findet das Mamaia Light Music Festival statt.
Satul de Vacanță „Satul de Vacanță“ ist ein malerischer Ort, der 31 traditionelle rumänische Restaurants beherbergt, wunderbar im rustikalen Stil eingerichtet. Dort sind auch schöne Muschel-Souvenirs zu finden, die aus Muscheln handgefertigt werden.
Aqua Magic Auf einer Fläche von 2,7 Hektaren wurde der Wasserpark „Aqua Magic“ errichtet. Der moderne Park umschließt Rutschen, Pools für Erwachsene & Kinder, Wasserfälle, Restaurants, Bars, Fastfood- und Souvenirläden.
Telegondola Eine moderne Seilbahn verbindet das Casino via 2,1 km langer Strecke mit dem Hotel Perla . Die Höhe beträgt 50 Meter, und die Fahrt dauert sieben Minuten.
Siutghiol-See Der Siutghiol-See ist 7,5 km lang und 2,5 km breit und eignet sich sehr für Wassersportarten wie Wasserski oder Segeln. Auf dem See befindet sich mit einer Fläche von zwei Hektaren die Kalksteininsel Ovidiu, auf ihr befindet sich auch ein Restaurant.
Eforie besteht aus Eforie Nord und Eforie Süd. 1899 gründete Ioan Movilă den südlichen Teil der Stadt. Eforie ist der zweitgrößte Ferienort am Schwarzen Meer und liegt 14 km von Constanța entfernt. Im südwestlichen Teil liegt der Techirghiol-See mit seinem gesundheitsfördernden Schlamm, ideal zum Kuren.
Das Ressort von Eforie Nord verfügt über eine weite Öffnung zum Meer und eine über 30 Meter hohe Klippe. Der Strand ist über drei Kilometer lang und an den meisten Stellen 100 Meter breit. Hotels und Villen halten 19000 Touristen einen Platz frei. Die Kuranlage ist ganzjährig in Betrieb.
In Eforie Nord werden folgende Krankheiten behandelt; entzündliches und degeneratives Rheuma, Erkrankungen des peripheren Nervensystems, Durchblutungsstörungen, dermatologische Erkrankungen, Fettleibigkeit, Atemwegserkrankungen, Sterilität, Rachitis, Neurasthenie.
Eforie Süd gilt als erster Ferienort an der rumänischen Küste. Zuerst hieß der Kurort Băile Techirghiol-Movilă, denn Ioan Movilă kam auf fortschrittliche Ideen. Er hatte die Kurorte in Westeuropa studiert und wusste über den therapeutischen Wert des Schlamms des Techirghiol-Sees und des Schwarzen Meeres Bescheid. Deswegen kaufte er Land in Rumänien und verwirklichte dort seine Träume, indem er Rumänien Ärzte und Apotheker aus Wien zukommen ließ.
Vorab errichtete er ein Hotel namens „Băile Movilă, auch als Hotel Parc oder Movilă Spa benannt. Potentielle Besucher wurden mit Werbung angelockt, um das damals neu erbaute Hotel Parc mit seinen 50 Kabinen und einem Sanatorium für heiße Schlammbäder zu beleben. Weitere Villen und Häuser entstanden daraufhin, darunter die Villa Colonel Negrea, die Villa Cleopatra (heute Cupidon), die Villen Sachelarie, Călinescu, Smântânescu, Predescu, Flora, das Hotel Popovici und das Hotel Ing sowie die Zissu-Villa neben dem Parc-Hotel.
Schliesslich kam 1925 der Arzt Victor Climescu hierher nach Eforie, der die Schule für osteoartikuläre Chirurgie zur Bekämpfung der Knochentuberkulose leitete. 1928 wurden die Bäder in „Carmen-Sylva“ umbenannt, nach dem Pseudonym der Königin Elisabeth von Rumänien. Bis 1968 durchliefen mehr als 50000 Erkrankte dieses Sanatorium.
Der Ferienort Eforie Süd verfügte bis 1920 über keine Straßen. Im Jahr 1927 wurden die Eisenbahnlinie und der Bahnhof fertiggestellt. Nach 1939 wurde das heutige Casino gebaut. 1962 wurde der Name in Eforie Süd umbenannt.
Der wichtigste Wirtschaftszweig von Eforie ist der Tourismus, der vor allem in der Sommersaison betrieben wird. Die Besucher können sich an den schönen Parkanlagen erfreuen.
Costinești umschließt nur wenige Einwohner, doch während der Sommersaison ist es ein bedeutendes Ressort. Anhand seiner vielen Veranstaltungen im Freien, zieht es vor allem Jugendliche an. Bis zu 150000 Besucher kann Costnești aufnehmen.
Für tauchbegeisterte Feriengäste und Tauchreisende sind in der Rapanelor-Höhle und an einigen Formationen, die in den sarmatischen Unterwasserkalksteinen ausgegraben wurden, speläologisches Tauchen möglich.
Nach Constanta sind es 30 km. Costnești umarmt einen 70’000 qm grossen See, er ist der einzige an der Schwarzmeerküste, der nicht unterirdisch gespeist wird. Aufgrund seines hohen Salzgehalts sind dort rheumatische Behandlungen möglich. Ebenfalls auf dem See schwimmt ein Schiffswrack, die Evangelia. Es havarierte 1968.
Im Mittelalter; während der byzantinischen Ära kannte man den Ort als Stratoni, danach während der türkischen Ära als Mangeapunar. 1897 bis 1940 besiedelten das Dorf Dobrogen-Deutsche, die ihm in ihrer Sprache den Namen Büffelbrunnen verliehen. 1940 verließen sie den Ort wieder.
Ein erstes Lager für Pioniere begründete im Jahr 1949 den Ferienort Costnești. Zehn Jahre später wurde das internationale Studentencamp eröffnet. In den 1960er Jahren kam es aufgrund des beachtlichen touristischen Zulaufs zu einer raschen Entwicklung des Badeortes. So wurden Speiseräume eröffnet, der Sanatoriumkomplex in Betrieb genommen, Bungalowvillen, ein Campingplatz mit 1000 Plätzen und Ferienhäuser gebaut. 1971 gesellten sich das Sommertheater und ein weitläufiger Club dazu.
Nebstdem bestehen noch folgende Sehenswürdigkeiten
Nonnenkloster „Sfânta Elena de la Mare“
Obelisk
Wrack Evangelia.
Der Strand des Ferienortes Costinești ist ein Kilometer lang und gilt im Sommer als überfüllt. Am Strand laden Strandbars und Freizeitzentren, Sonnenliegen und Sonnenschirme ein. Im Sommer wird live vom Strand berichtet.
Constanța ist eine rumänische Hafenstadt in der historischen Region Dobrudscha. Sie ist einer der bedeutendsten Häfen an der Schwarzmeerküste und zählt zu den ältesten Städten Europas.
Der Legende nach landete dort Jason mit den Argonauten, nachdem er das Goldene Vlies gefunden hatte.
Constanța blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die Gründung des einstigen Tomis wird den Goten zugeschrieben. Später eroberten die Römer die Region. Ferner verbannte der erste römische Kaiser Augustus den römischen Dichter Ovid dorthin. In seinen Gedichten «Tristia und Epistulae ex Ponto» beklagte Ovid sein Dasein im Exil. Eine Reihe von Inschriften, die in und um die Stadt gefunden wurden, belegen, dass Constanța direkt über der Stätte von Tomis steht. Einige dortige Funde werden heute im British Museum in London aufbewahrt.
Danach gehörte die Stadt Tomis zu Kleinskythien, deren Metropole sie war. Später fiel Tomis unter die Herrschaft des Oströmischen Reiches. Tomis wurde noch später zu Ehren von Constantia, der Halbschwester des römischen Kaisers Konstantin dem Großen (274–337), in Constantiana umbenannt.
Im Jahr 1860 wurde eine Eisenbahnlinie zwischen Constanța und Cernavodă angelegt. Trotz der Schäden mittels Eisenbahnunternehmen kamen dabei beträchtliche Überreste antiker Mauern, Säulen usw. ans Tageslicht. Ein Gebäude, das vermutlich als typischer Hafenteil gedacht war, wurde ausgegraben und brachte die beträchtlichen Überreste von einem der längsten Mosaikpflaster weltweit zum Vorschein. Schliesslich wurde die Region als rumänisches Landesteil abgetreten.
Die Stadt gehört zum wichtigsten Handelszentrum Rumäniens. Mit EU-Mitteln wurde eine umfassende Sanierung der Strände durchgeführt. Auch dadurch entwickelte sich Constanțas Tourismus in den letzten Jahren zu einem bedeutsamen Wirtschaftszweig. Sehr warm ist es hier, ein feuchtes Kontinentalklima, befüllt mit ozeanischen und halbtrockenen Einflüssen.
Tourismus
Constanța lohnt sich anhand seiner archäologischen Schätze und einzigartigen Atmosphäre. Seine historischen Denkmäler, antiken Ruinen, das große, aber verlassene Casino, Museen, Geschäfte und die Nähe zu Strandresorts stellen es in den Mittelpunkt des rumänischen Schwarzmeerküstentourismus. Open-Air-Restaurants, Nachtclubs und Kabaretts bieten zudem vielfältige Unterhaltung. In seiner Nähe befinden sich traditionelle Dörfer, Weinberge sowie antike Denkmäler. Das Donaudelta ist innert zirka zwei Stunden mit dem Auto erreichbar.
Ovids Platz
Dem römischen Dichter Ovid, der, wie oben bereits gestreift, im Jahr 8 n. Chr. in das damalige Tomis verbannt wurde, ist hier ein eigener Platz gewidmet. Im Jahr 1887 entwarf der Bildhauer Ettore Ferrari eine Statue des Dichters, welche diesem Platz in der Altstadt seinen Namen verlieh. Die Statue steht vor dem Nationalen Geschichts- und Archäologiemuseum.
Römische Mosaike
Ein riesiger Komplex spätrömischer Gebäude, die sich auf drei Ebenen befinden, verband einst die Oberstadt mit dem Hafen und markierte hiermit auch das Handelszentrum. Auf dem Ovid-Platz ist noch Eindrittel dieser ursprünglichen Bauwerke erhalten, darunter mehr als 850 m2 farbenfrohe Mosaike. Lassen Sie sich einfach überraschen!
Genueser Leuchtturm
Der 7,9 Meter hohe Genueser Leuchtturm wurde 1860 von der Danubius- und Schwarzmeer-Gesellschaft zu Ehren genuesischer Kaufleute erbaut, die hier im 13. Jahrhundert eine florierende Seehandelsgemeinschaft gründeten.
Casino
Das verlassene Constanța Casino wurde 1910 von Fürst Carol I. in Auftrag gegeben und von den Architekten Daniel Renard und Petre Antonescu direkt an der Küste erbaut. Es verfügt über eine prächtige Jugendstilarchitektur. Einst eine große Attraktion zugunsten europäischer Touristen, verlor das Casino nach dem Zusammenbruch des Kommunismus seine Kunden. Im Jahr 2021 begann schließlich die Sanierung des Gebäudes.
Casino Contstanta
Haus mit Löwen
Dieses Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert vereint Vorromanik und genuesische Architekturstile und verfügt über zahlreiche erhaben anmutende Säulen, die mit imposanten Löwenskulpturen geschmückt sind.
Archäologiepark
Im Herzen Constanțas zeigt der Park Dutzende Überreste aus der Vergangenheit der Stadt, darunter Säulen, Amphoren, Kapitelle, Fragmente von Gebäuden aus dem 3. und 4. Jahrhundert sowie einen Turm aus dem 6. Jahrhundert.
Nationales Opern- und Balletttheater Oleg Danovski
Das 1957 für Theater- und Opernaufführungen erbaute und staatlich geförderte Dobrogean-Musicaltheater war Schauplatz zahlreicher Vorführungen einiger der produktivsten Komponisten und Dramatiker Rumäniens. 2004 schloss die Kulturabteilung des Stadtrats das Theater. Doch nun erfuhr ich eben, dass wieder Aufführungen stattfinden!
Kathedrale der Heiligen Peter und Paul
Diese Kathedrale wurde im neobyzantinischen Stil entworfen. Die Innenwandgemälde kombinieren neobyzantinischen Stil mit rein rumänischen Elementen, die am sichtbarsten an der Ikonostase sowie den Kirchenbänken, Kronleuchtern und Kerzenständern sind. Entworfen wurden diese durch Ion Mincu, hergestellt in Paris.
Große Moschee von Constanța
Die 1910 von Fürst Carol I. erbaute Große Moschee von Constanța (ursprünglich Carol I. Moschee) ist der Sitz des heutigen Mufti, des geistlichen Führers mit 55000 Muslimen. Das Gebäude vereint neobyzantinische und rumänische Architekturelemente und ist damit eine der markantesten Moscheen der Gegend. Das Highlight des Innenraums bietet ein großer türkischer Teppich, ein Geschenk des Sultans Abdülhamid II. Das 50 Meter hohe Minarett (Turm) bietet einen Blick auf die Altstadt und den Hafen. Fünfmal am Tag steigt der Muezzin die 140 Stufen hinauf, um die Gläubigen zum Gebet aufzurufen.
Hunkar-Moschee oder Hünkar Mosque
Die 1869 fertiggestellte Hünkar-Moschee wurde vom osmanischen Sultan Abdülaziz für türkische Kunden in Auftrag gegeben, die nach dem Krimkrieg (1853–56) gezwungen waren, die Krim zu verlassen und sich in Constanța niederließen. Sie wurde 1945 und 1992 restauriert.
Fantasio-Theater
Ursprünglich nach seinem Stifter Tranulis-Theater benannt, wurde dieses Theater 1927 von Demostene Tranulis erbaut, einem örtlichen Philanthropen griechischer Herkunft. Das Gebäude besticht durch Eleganz. Durch Elemente neoklassizistischer Architektur verziert, liegt es am Ferdinand Boulevard im Herzen der neuen Stadt .
Rumänisches Marinemuseum
Dieses Museum ist in Rumänien die größte Einrichtung dieser Art und zeigt die Entwicklung der militärischen sowie zivilen Marine des Landes. Die Idee zum Museum wurde bereits 1919 skizziert, seine Eröffnung erfolgte jedoch erst am 3. August 1969 unter der Herrschaft von Nicolae Ceaușescu. Die Sammlungen schließen Modelle von Schiffen, Knoten, Ankern und Marineuniformen ein. Es verfügt außerdem über eine Sondersammlung, welche sich Persönlichkeiten widmet, die für die Geschichte der rumänischen Marine wichtig waren.
Naturwissenschaftlicher Museumskomplex
Der zooähnliche Komplex besteht aus einem Delfinarium, einer Ausstellung exotischer Vögel, das wir sehr begrüßen und einem Mikro-Delta, welches uns ebenso erfreut. Nebenan befindet sich ein Planetarium, das uns ebenfalls Vergnügen bereitet. Deswegen begrüßen wir das Delfinarium allerdings nicht.
Besonders bekannt sind die Holzkirchen aus der Region Maramureș. Die Region im Norden des Landes ist stark durch ihre natürlichen wie auch geografischen Grenzen geprägt, vor allem durch den mitteleuropäischen Fluss Theiß und die Gebiete um ihn herum.
Von 1900 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die meisten Holzkirchen errichtet. Sie spiegeln einen architektonischen Trend zur alten Tradition in Maramureș wieder. Heute liegen die Holzkirchen in der Natur der Sache Rumäniens.
Historiker stellen auch eine Verwandtschaft zu den nordischen Kirchen fest. Man fand sogar Spuren, die bis zu den ersten Kirchen der christianisierten Wikinger an der Theiss reichten, welche Errichtungen und das Auffinden der Stilrichtungen von Holzkirchen ziemlich sicher beeinflussten. Auch in zahlreichen anderen Ländern finden sich Holzkirchen, aber wohl nirgendwo so schön und stilvoll wie in Rumänien. Daher wurden auch Kirchen aus dem Kreis Maramureș in das Weltkulturerbe aufgenommen.
Zusammen stellen diese acht Holzkirchen ein Ensemble herausragender Beispiele verschiedener architektonischer Varianten aus unterschiedlichen Epochen und Bereichen dar. Schmal aber hoch sind sie und verfügen über lange schlanke Türme am Westende des Gebäudes.
Hier finden Sie ein Potpourri von Holzkirchen vor, querbeet durch weitere Länder als Rumänien
Siebenbürgische Dörfer mit befestigten Kirchen gehören dem UNESCO-Weltkulturerbe an. Die Wehrkirchen dominierten die Dörfer der Region, an welcher Stelle Bewohner Schutz suchen konnten. Insgesamt schlossen die sächsischen und szeklerischen Dörfer etwa 300 Kirchenburgen ein. Weltweit gilt der Südosten von Siebenbürgen als jene Region mit dem dichtesten System gut erhaltener mittelalterlicher Befestigungsanlagen.
Unter ihrer Schirmherrschaft stufte die UNESCO erstmals die Wehrkirche von Biertan als geschützte Stätte ein. Später wurde «ihr Standort» um mehrere Kirchen erweitert und dadurch auch der geschützte UNESCO-Name geändert. Abgesehen von der Kirche in Biertan sind heutzutage an dieser «erweiterten Stätte» auch die Wehrkirchen von Prejmer,Viscri, Dârjiu, Saschiz, Câlnic und Valea Viilor geschützt.
Ab dem 12. Jahrhundert musste König Géza II. die angeworbenen deutschen Siedler vor Invasionen der Kumanen schützen. Dank der Deutschen Ritter und dieses Königs von Ungarn (Géza II.) erlangten die Deutschen einen Sonderstatus. Die Provinz erblühte mit Bauern, Handwerkern und Händlern.
Immer wieder musste man sich vor osmanischen und tatarischen Angriffen schützen. So wurden die Städte zunehmend befestigt. Im Zentrum standen stets die oftmals auf einem Hügel errichteten Kirchen. In der Nähe einer Kirche befindet sich der zentrale Dorfplatz.
Einige mit Mauern versehene Kirchen konnten länger andauernden Belagerungen standhalten und boten so der gesamten Dorfbevölkerung Schutz. So gehören zu den Befestigungsanlagen, wie in Prejmer oder Sânpetru Speisekammern, die in Friedenszeiten als Scheunen genutzt wurden und den Dorfbewohnern in Kriegszeiten Unterkunft boten. (In Prejmer besass jede Familie im Dorf ihre eigene Speisekammer innerhalb der Festung).
Die meisten Wehrkirchen erfuhren im Laufe der Zeit zahlreiche Veränderungen und Anbauten, insbesondere gegen Ende des 16. Jahrhunderts, in welcher Zeit der Barockstil die Architektur prägte.
Einige Beispiele von Wehrkirchen – alle geografisch verlinkt
Im Kreis Mures liegt der Ort Schäßburg auf Rumänisch Sighișoara. Die Zitadelle bildet das alte historische Zentrum und wurde im 12. Jahrhundert von sächsischen Siedlern erbaut. Sie ist auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes zu finden.
Die Zitadelle liegt auf einem 850 Meter langen Hügel mit zwei Terrassen und am Südufer des Flusses Târnava Mare. Der Zitadellen-Hügel, dort wo auch ein Dominikanerkloster steht, genießt Renommee.
Die Festung ist von einer 9,3 Meter hohen Mauer umgeben und beinhaltet mehrere Sehenswürdigkeiten. Die Anlage sollte vor türkischen Angriffen schützen.
Vor allem ihre Türme sind bekannt
Uhrturm (Höhe: 64 m; Torturm)
Turm der Seile (heute als Wohnsitz des Verwalters des Friedhofs)
Metzgerturm (sechseckig)
Schusterturm (im Brand von 1676 zerstört, wieder aufgebaut; 4 Ebenen)
Weberturm (wurde 1858 abgerissen)
Schneiderturm (zwei Stockwerke)
Goldschmiedeturm (1863 abgerissen)
Turm der Blechschmiede (Höhe: 25 m; vier Stockwerke)
Gerberturm (einer der ältesten)
Schmiedeturm (beim Brand 1676 zerstört, wieder aufgebaut)
Schlosser- und Hafenarbeiterturm.
Fischerturm (einst am Ufer der Târnava)
Schuhmacherturm (nördlichen Abschluss der Festungsmauer).
Eine besondere Sehenswürdigkeit sind die sechs dakischen Festungen im Orăștie-Gebirge. Diese wurden 100 Jahre vor sowie nach dem Beginn unserer Zeitrechnung errichtet. Ihr Baustil wird als Murus-Dacicus-Stil bezeichnet und sollte vor der römischen Eroberung schützen.
Sie zeigen eine kraftvolle und innovative Eisenzeit. Heutzutage suchen Schatzsucher nach Spuren ihrer Vergangenheit.
Die sechs Festungen
Sarmizegetusa
Luncani
Piatra Roșie, Costești
Blidaru, Costești
Cetătuie, Căpâlna
Bănita.
Alle Festungen sind heute Teil des Weltkulturerbes.
Wir beschreiben eine Festung näher – Sarmizegetusa-Festung
Es war einst die Hauptstadt des dakischen Königreichs, wahrscheinlich Mitte des 1. Jahrhunderts v. Christus erbaut, ursprünglich eine Zitadelle, dazu Tempelanlagen und eine Siedlung. Die Römer eroberten die Festung und vergrößerten die Anlagen aber ließen die dakische Bauweise bestehen.
Etwa 100 Meter östlich der Festung liegt auf zwei Terrassen der Tempelbereich, zu dem eine mit Kalksteinplatten gepflasterte Straße führt. In diesem Raum wurden rechteckige und runde Heiligtümer errichtet, einige davon aus Kalkstein, andere aus Andesit.
Die zivile Siedlung, die aus dem östlichen und dem westlichen Viertel bestand, erstreckte sich über mehrere Dutzend Terrassen und bildete den größten bisher dokumentierten dakischen Wohnkomplex. Hier befanden sich Wohngruppen, Handwerksbetriebe, Lagerhäuser, Scheunen und Wassertechnik. In einem dieser Häuser wurde das berühmte Keramikgefäß mit dem Stempel „Decebalus per Scorilo» entdeckt.
Zu den weiteren dakischen Festungen finden sich auf Wikipedia Informationen. Wir organisieren dorthin mit unseren Partnern gern eine Reise.
Wunderschön muss die Region im Herzen Rumäniens sein. In der Ausgabe «Swissquote Magazin 9/22» habe ich den Bericht von Julie Zaugg gelesen und stelle ihre Reise gern auf meine Länderseite von Rumänien.
Den Radfahrer erwarten idyllische Dörfer in einer wald- und hügelreichen Landschaft. Hier ist das Dorfleben noch spürbar, besonders dann, wenn die Schafe zum Scheren in einen Pferch getrieben werden. Wäre eine solche Reise-Idee realisierbar?
Ich glaube «ja», denn Agrotourismus findet zunehmend intensive Nachfrage. Entsprechende Angebote sollten daher publik werden. Ferner bietet der Markt in den Dörfern ländliche Produkte wie feiner cremiger Käse, herzhafte Suppen, wohlschmeckendes Fleisch, edle Weine und frische selbstgebackene Brote.
Ein zauberhafter Ort mit solch lokaler Küche ist der Gasthof in Viscri. Im Ort steht eine typische Wehrkirche, worin sich die Bevölkerung bei Angriffen verschanzt hatte:
Am bekanntesten in Transsilvanien ist das Schloss Bran bei Braşov. Es soll Bram Stoker zu seinem Roman “Dracula” verholfen haben. Das düstere Schloss eignet sich perfekt für Vampirfantasien.
Der Anbieter Transylvania Cycling hält hier 4- bis 8-tägige Fahrradtouren mit Zwischenstopps bei Gasthöfen, Läden, Künstlern und Museen bereit, alles inklusive. Seine Preise liegen hierfür zwischen 790 und 1280 Euro.
Transybike bietet 6-Tage-Touren an, initiiert hat sie ein ehemaliger Theaterschauspieler. Auf dem Weg trifft man auf wenige Sehenswürdigkeiten. Dafür verlaufen die Ausfahrten intensiv. Der Preis liegt bei 1200 Euro inklusiv.
Beide Unternehmen bieten auch eintägige Touren an. Sie können hierfür gern unser Kontaktformular nutzen. Wir helfen bei der Organisation. Jeweilige Start- und Zielpunkte der Reisen sind Brașov,(hier über das Gebiet von Brașov).
Von Brașov aus können immer schöne Ausflüge unternommen werden. Zum Beispiel in die Urwälder des Nationalparks Piatra-Craiului. Um das Städtchen Zărnești herum sind rund 100 Bären untergebracht. Meist wurden diese aus Zirkussen gerettet und sollen sich wieder an das Leben in freier Natur gewöhnen.
Einst war Transsilvanien Teil des ungarischen Königreichs. Ab Mitte des 12. Jahrhunderts wurde es von Siedlern aus Sachsen besiedelt, die das Land vor den Mongoleneinfällen schützen sollten. Die meisten Sachsen sind heute mittlerweile ausgewandert. Viele germanische Dorfnamen erinnern an die Geschichte. Hier ein Link zur geschichtlichen Vertiefung; Wer sind die Siebenbürger Sachsen?
Wir haben die beiden genannten Radtourenanbieter für weiter Informationen kontaktiert.